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Wenn die Seele in der Großstadt leiser wird: Warum Hamburgs Teenagerinnen unsere Hilfe brauchen

Hamburg auf Platz 1 - Depressionen und Angststörungen bei Teenagerinnen

Wenn die Seele in der Großstadt leiser wird: Warum Hamburgs Teenagerinnen unsere Hilfe brauchen

Stell dir vor, du stehst an den Landungsbrücken. Der Wind weht frisch, die Schiffe hupen, und um dich herum herrscht das pulsierende Leben. Doch während Hamburg nach außen hin vor Energie strotzt, sieht es im Inneren vieler junger Mädchen in unserer Stadt ganz anders aus: stiller, dunkler und voller Sorgen. Wenn wir heute durch die Mönckebergstraße spazieren, begegnen wir Teenagerinnen, die eine Last tragen, die man ihnen auf den ersten Blick vielleicht nicht ansieht - die aber schwerer wiegt als jeder Schulrucksack.

Die neuesten Zahlen der DAK-Gesundheit sind mehr als nur eine Statistik; sie sind ein Weckruf, der uns mitten ins Herz treffen sollte. Hamburg belegt bundesweit den traurigen ersten Platz, wenn es um Depressionen und Angststörungen bei jugendlichen Mädchen geht.

Das Ausmaß dieser Entwicklung wird durch die harten Fakten der Analyse deutlich:

„Im Vergleich der Bundesländer belegt Hamburg bei Depressionen und Angststörungen den unrühmlichen ersten Platz: Der Anteil der betroffenen Teenagerinnen liegt in der Hansestadt um 24 Prozent (Depressionen) bzw. 32 Prozent (Angststörungen) über dem Bundesdurchschnitt“

so der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit.

Warum trifft es Hamburg so hart?

Experten sehen in der urbanen Dichte und dem hohen Leistungsdruck einer Metropole wie Hamburg verstärkende Faktoren. Die Nachwirkungen der Pandemie haben tiefe Spuren hinterlassen. Isolation und der Wegfall von stabilisierenden Vereins- und Schulstrukturen führten bei vielen 15- bis 17-Jährigen zu einer Chronifizierung von Ängsten. Ein Anstieg von 61 Prozent bei Angststörungen seit 2019 ist kein temporäres Phänomen - es ist ein strukturelles Problem in der Gesundheitsversorgung unserer Jugend.

Die Perspektive von siNpress®: Schutzraum und Würde

Als Experten von siNpress®, die sich täglich mit Sicherheit und Schutz in der psychiatrischen und pflegerischen Versorgung befassen, blicken wir mit großer Sorge auf diese Entwicklung. Wir wissen: wenn psychische Belastungen in akute Krisen umschlagen, wird das direkte Umfeld der Betroffenen zur lebenswichtigen Schutzzone.

In der klinischen Versorgung von Jugendlichen stehen Pflegekräfte vor einer extremen Herausforderung: sie müssen Sicherheit bieten, ohne das Gefühl von Freiheit und Würde komplett zu nehmen. Hier setzen unsere Lösungen an. Wenn Depressionen in Selbstgefährdung münden, ist es unsere Aufgabe bei siNpress®, durch spezialisierte Hilfsmittel - wie reißfeste Bekleidung oder Bettwaren oder auch Sicherheitsmöbel - maximale Sicherheit zu gewährleisten.

Dabei geht es uns um mehr als reine Funktionalität. Unsere Produkte sind darauf ausgelegt, den klinischen Alltag so "normal" wie möglich zu gestalten. Reißfeste Kleidung muss nicht wie eine Uniform wirken; sie kann Schutz bieten und dennoch die Individualität der jungen Patientinnen wahren. Ein sicheres Umfeld reduziert Stress - sowohl für die Betroffenen als auch für das Pflegepersonal.

Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Doch die Hamburger Zahlen zeigen uns auch: wir müssen viel früher ansetzen. Prävention ist der beste Schutz. Wir müssen als Gesellschaft Räume schaffen, in denen psychische Notlagen frühzeitig erkannt werden, bevor eine klinische Intervention notwendig wird. Es braucht eine flächendeckende Aufklärung und einen barrierefreien Zugang zu Therapieplätzen - gerade in einer Stadt, die so schnelllebig ist wie unsere.

Wo finden Betroffene in Hamburg Hilfe?

Es ist entscheidend zu wissen, dass niemand diesen Weg alleine gehen muss. In Hamburg gibt es ein starkes Netzwerk an Beratungsstellen, die oft anonym, kostenlos und ohne lange Wartezeiten erste Hilfe bieten:

  • Jugendpsychiatrischer Dienst (JPD) Hamburg: Die Fachleute der Hamburger Bezirksämter beraten Jugendliche und Eltern vertraulich und kostenfrei bei psychischen Krisen. https://www.hamburg.de/service/info/11254652/n0/ 
  • U25 Hamburg: Eine anonyme Online-Beratung per E-Mail, bei der speziell geschulte Gleichaltrige (Peers) Jugendlichen in Krisen und bei Suizidgedanken zur Seite stehen. https://www.u25-hamburg.de/
  • Nummer gegen Kummer: Unter der kostenlosen Rufnummer 116 111 finden Jugendliche eine erste Anlaufstelle für Sorgen aller Art. https://www.nummergegenkummer.de/
  • Therapiehilfe e.V.: Bietet spezialisierte Unterstützung für Jugendliche in Hamburg an, insbesondere wenn psychische Belastungen mit Suchtproblematiken einhergehen. https://www.therapiehilfe.de/
  • Jugendserver Hamburg - Mentale Gesundheit: Eine umfassende Übersicht über weitere Beratungsstellen und Freizeitangebote für junge Menschen in der Hansestadt. https://jip.hamburg.de/

Die enge Vernetzung dieser Beratungsstellen mit spezialisierten Kliniken und Partnern stellt sicher, dass vom ersten vertraulichen Gespräch bis hin zu einer eventuell notwendigen stationären Versorgung eine lückenlose Sicherheitskette besteht, bei der die Würde der Jugendlichen stets gewahrt bleibt.

Wir alle können ein Teil der Lösung sein, indem wir das Thema aus der Tabuzone holen. Kennst du eine junge Frau in deinem Umfeld, die sich in letzter Zeit zurückgezogen hat? Nimm dir heute fünf Minuten Zeit für ein echtes Gespräch. Frag nicht nur „Wie geht’s?“, sondern „Wie geht es dir wirklich?“ - und hör einfach nur zu. 

Besuche uns auf www.sinpress.de, um mehr über Sicherheit und Schutzkonzepte in der Pflege zu erfahren, oder teile diesen Blog-Beitrag, um Aufmerksamkeit für die mentale Gesundheit unserer Jugend zu schaffen.


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Über den Autor

Aktuelles vom siNpress®-Team.

11.2.2026